Digitales Allergie-Update: Allergie und Corona

Neu-Allergiker in Zeiten von Corona: Was sollten Betroffene wissen?

Für die Frühblüher-Allergiker kann die Allergiesaison bei entsprechender Witterung bereits Ende Dezember oder Anfang eines Jahres beginnen. Sobald es etwas wärmer wird, starten die typischen Symptome. In diesem Jahr konnte der Beginn der Symptome aber insbesondere für Neu-Allergiker für Verwirrung sorgen - überschnitt sich doch der Beginn der Saison mit dem Aufkommen des neuartigen Corona-Virus. Die Aufklärung zu den Symptomen bei Allergien im Vergleich zu jenen von Covid-19 ist erforderlich, um Patienten eine zusätzliche Verunsicherung zu ersparen und Allergiker gleichzeitig dazu zu ermutigen, ihre Allergiebehandlung wie üblich fortzusetzen.

Schnupfen, Husten oder Niesreiz: Allergikern sind diese Symptome wohlbekannt. Doch sie treten auch innerhalb von anderen Krankheitsbildern auf, wie beispielsweise bei Covid-19. Eine wesentliche Differenzierung besteht darin, dass bei einer Allergie normalerweise kein Fieber auftritt. Stattdessen sind juckende Augen- und Nasenschleimhäute, tränende Augen und Niesreiz zu beobachten bei einer SARS-CoV-2-Infektion eher untypisch.

Trotz Covid-19: Behandlung der Allergie fortführen

Allergiker müssen nicht grundsätzlich ein erhöhtes Infektionsrisiko für eine Covid-19-Infektion befürchten. Keinesfalls sollte der aktuelle Ausbruch des Coronavirus Patienten dazu verleiten, ihre Allergie- Immuntherapie abzubrechen. Solange keine Covid-19-Erkrankung besteht sollte die Behandlung fortgeführt werden.

Gegebenenfalls kann über einen Wechsel von der subkutanen Therapie in die Tablettentherapie nachgedacht werden, so dass weniger Besuche in der Arztpraxis erforderlich sind. Nach der ersten Tabletteneinnahme, die in der Praxis stattfinden muss, ist es nicht zwingend erforderlich, regelmäßig beim Arzt vorstellig zu werden.

Letzte Aktualisierung: 2020.08.07